GRI für den Mittelstand – Möglichkeiten und Leitlinien der Nachhaltigkeitskommunikation

Die Richtlinien der Global Reporting Initiative etablierten sich unter kapitalmarktorientierten und internationalen Unternehmen in den letzten Jahren zu DEM Standard für die Nachhaltigkeitsberichterstattung in Unternehmen. Obwohl eine Vielzahl internationaler Standards (vom UN Global Compact bis hin zum Umweltmanagement nach EMAS) unter einem Dach vereint sind, haben sich die Leitlinien noch nicht beim Mittelstand durchsetzen können. Woran liegt das? Weiterlesen

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Videodokumentation: ECO FUTURE-Vortragsprogramm – viscom 2012

Das Eco Future-Vortragsprogramm auf der viscom 2012 beschäftigte sich mit dem Themenkomplex der Nachhaltigen Medienproduktion im Large Format Printing. Dabei geht es nicht nur um die Themen der Ökologie, Klimaschutz und CO2-Emissionen, sondern ebenfalls um die wichtigen Bausteine wie Ökonomie, Prozessoptimierung und Qualitätsmanagement – alles Themen, die dirkte Einflussgrößen auf die Nachhaltigkeit darstellen.

Zahlreiche Referenten stellen ihre Expertise zur Verfügung und stehen den Forum-Besuchern Rede und Antwort.
Dabei geht es nicht um die Beantwortung der Frage „Wer ist wie grün? oder Wer hat sich einen grünen Anstrich verpasst?“ sondern vielmehr um die glaubwürdige Adressierung des Themas. Die Kombination aus Ausstellerpräsentation, BestPractice-Beispielen und dem Vortragsprogramm ist eine perfekte Plattform um den Prozessgedanken der Nachhaltigkeitsbestrebungen zu dokumentieren.

Videodokumentation: www.mediamundo.biz/tv/viscom2012

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Überblick der Umweltmanagementsysteme – was ist sinnvoll und was nicht?

Das Umweltmanagement bedeutet nicht nur einen Mehrwert für die Umwelt, sondern auch für die Unternehmen selbst. Das gilt sogar für kleine und mittelständische Betriebe mit wenig Erfahrung in der nachhaltigen und umweltgerechten Produktion und eingeschränkten finanziellen Mitteln, wie sie Druckereien in der Regel darstellen.  Weiterlesen

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Mut zur Lücke ist fehl am Platz

Der Integrationsprozess zur nachhaltigen Medienproduktion in der Druckbranche ist scheinbar ins Stocken geraten. Noch immer sind es weit weniger als 10% der Druckunternehmen, die sich überzeugend im Umweltschutz engagieren. Was fehlt, sind Konzepte und klare Strategien, um die Trias der Nachhaltigkeit glaubwürdig umzusetzen. 

Es ist schon ein Paradoxon. Der Verbraucher wünscht sich ein Mehr an ökologischer und sozialer Verantwortung von den Industrien. Der Markt für Bio, fair oder regional gehandelt wächst kontinuierlich. Viele Unternehmen werden nicht nur dieser Anforderung gerecht, sondern nehmen auch ihre Verantwortung sehr ernst. Allein die Kommunikation bleibt außen vor, denn für Markenartikler und Printbuyer ist es ebenso schwer wie für Medienproduktioner, Partner in der Medienindustrie zu finden, deren Produktion ebenso wie deren Produkte nachhaltig sind.

Ein entscheidender Grund ist sicherlich die Fülle der Labels, Siegel und Zertifizierungsverfahren. Die Etikettierung von Nachhaltigkeit nimmt immer mehr die Formen des Wildwuchses an. Klare Strategien der Druckanbieter sind dahinter oft nur schwer zu erkennen. Dieser Umstand wird durch die Studie „Drucken, Standards für Nachhaltigkeit und Kommunikation“ von Print & Media Certification Ltd. deutlich unterstrichen. Die Studie fußt auf einer Befragung europäischer Druckdienstleister. Gerade einmal 7,3 Prozent der beteiligten Unternehmen sagten aus, dass die Botschaft Nachhaltigkeit richtig vermittelt wird. Insbesondere kleinere Druckdienstleister, so die Studie, schreckten aufgrund der vermeintlich hohen Kosten, beispielsweise einer Standardisierung, vor ersten Schritten in Richtung Nachhaltigkeit zurück. Diese Angaben werden auch von einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 2.500 Printbuyern von druckdeal.de bestätigt. Das Ergebnis wird im Sommer 2012 im Magazin “Nachhaltige Medienproduktion” von Verlag German Publishing Group, GPG, veröffentlicht.

Zugegeben, viele Zertifizierungsverfahren sind an sich nicht nur aufwändig, sondern kosten auch Geld. Entscheidend ist aber viel mehr, dass die damit verbundenen Änderungsprozesse in den Unternehmen oft weitreichende Konsequenzen haben können. Dabei wird übersehen, dass die Folgen nicht nur ökologische, sondern auch konkrete ökonomische Vorteile  sind – und das sollte doch angesichts sinkender Marken eigentlich eine der Hauptmotivationen sein.

Was tun, sprach Zeus?

Nachhaltigkeit bedeutet Zukunft. Diese Idee in der Branche zu etablieren, ist wohl die wichtigste Aufgabe der wenigen Akteure in Sachen Nachhaltigkeit.  Sie dürfen nicht müde werden, die relevanten Themen zu kommunizieren und keine Chance auslasse, die Potenziale einer nachhaltigen Handlungsweise in die Öffentlichkeit zu tragen.

Es bedarf weiterhin der Entwicklung einfacher und effektiver Verfahren und Empfehlungen um Printbuyern, Medienverantwortlichen und Entscheidern, die Nachhaltigkeitsaspekte des gesamten Entscheidungs- und Entstehungsprozesses für Medien zu demonstrieren. Dazu ist kein neuer Metastandard notwendig, der wiederum um Anerkennung buhlen müsste. Es ist vielmehr die Aufgabe der Nachhaltigkeitsmissionare, eine sinnvolle und glaubwürdige Navigation durch den Dschungel der Möglichkeiten zu ermöglichen. Dazu Marcus Timson, Geschäftsführer der EcoPrint: „Immer deutlicher zeigt sich die Unsicherheit der Branchenteilnehmer über den Begriff der Nachhaltigkeit als Hemmschuh. Wenn unsere Branche auch künftig im Rennen bleiben soll, müssen wir eine transparente, offene Debatte einleiten – eine Bestandsaufnahme über Stärken und Schwächen. Die Klärung dieser Fragen innerhalb der Branche wird die Ansprache unserer Zielgruppen erheblich erleichtern.“

Aufgabe und Lösungsansätze

Die professionelle Moderation zwischen Industrie, Verbänden, Organisationen und Unternehmen zu gewährleisten leisten in erster Linie Fachkongresse und Messen. „Die EcoPrint, aber auch der Media Mundo-Kongress und die zugehörigen Media Mundo-Projekte bieten dazu eine sinnvolle und gute Basis. Diese Arbeit kann nicht hoch genug bewertet werden, denn was derzeit fehlt, sind Schulterschlüsse“, kommentiert Jürgen Zietlow, Herausgeber der Spezialpublikationen und Initiator des marktführenden Branchenportals druckdeal.de. „Der f:mp. moderiert mit seiner Media Mundo Initiative vorbildlich und bringt die richtigen Interessengruppen an einen Tisch.“

Im Rahmen der Kongresse, Plattformen und Gremien treffen sich Verbände, Druckereien, Umweltagenturen, Institute, Industrieunternehmen, Experten und beispielsweise Recyclingunternehmen und kommen miteinander ins Gespräch. Zwar haben diese derzeit noch keine fertigen Ergebnisse parat, aber im konstruktiven Prozess zeichnen sich bereits erste Ergebnisse ab. Besonders der f:mp., der Fachverband Medienproduktioner e.V., hat nicht nur den Begriff der nachhaltigen Medienproduktion maßgeblich mitgeprägt, sondern sich mit der Media Mundo-Initiative als „Green Round Table“ für die Medienbranche etabliert. Somit wird auch ein Stück weit Verantwortung für einen wichtigen Prozess im Schutz der Ökologie übernommen, der gleichzeitig dem ökonomischen Prinzip und der sozialen Verantwortung Rechnung trägt.

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Nachhaltigkeit macht Marken sexy. Okay, okay Marken als sexy zu bezeichnen, klingt mittlerweile schon ziemlich abgedroschen. Aber „Nachhaltigkeit & Marke“ auf ein Plakat zu schreiben braucht heutzutage schon etwas Mut. Weiterlesen

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Nachdem Sie die Treibhausgasbilanz Ihres Unternehmens oder Ihres Produktes erstellt und alle erdenklichen Maßnahmen getroffen haben, um Effizienz und Suffizienz zu steigern, kann Sie der nächste Schritt zur Klimaneutralität führen. Was das ist und wie es funktioniert, wollen wir Ihnen im Folgenden erklären. Weiterlesen

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APP – trotz Zertifikat, bleibt Vorsicht geboten!

Trotz einer steigenden Anzahl aufgeklärter Verbraucher und einer stetig wachsenden Fläche, die nach Kriterien des FSC oder PEFC zertifiziert sind, gibt es immer noch schwarze Schafe in der Holz- und Zellstoffproduktion, die weiterhin dem Raubbau an schützenswerten Urwäldern frönen und denen aufgrund widersprüchlicher Informationen nur schwer das Handwerk zu legen ist; an vorderster Stelle ist der indonesische Papierproduzent Asia Pulp and Paper (APP) zu nennen. Weiterlesen

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Im Volksmund heißt es so schön: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Im Falle von Unternehmen kann diese Denkweise aber sehr gefährlich sein. Nicht über ein reibungslos funktionierendes Risikomanagement zu verfügen und aufgrunddessen nicht über die Risiken des eigenen Unternehmens Bescheid zu wissen, kann fatal sein und Ihrem Unternehmen und Ihrer Reputation großen Schaden zufügen. Denn, “Was Sie nicht wissen, kann Ihnen weh tun!”. Weiterlesen

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WWF: Bundeskanzlerin muss in Indonesien auf vereinbarte Umweltauflagen bestehen

Nach den Vorwürfen des Greenwashings durch “Eyes on the Forest” (Media Mundo berichtete), geht es nun weiter:

Der WWF fordert die Bundeskanzlerin auf, nicht erneut mit deutschen Steuergeldern die Abholzung des indonesischen Regenwaldes zu finanzieren. Anlässlich der aktuellen Indonesien-Reise von Angela Merkel sei es an der Zeit, auf die Einhaltung bestehender Verträge zu pochen. 

Asia Pulp & Paper (APP), einer der weltweit größten Papier- und Zellstoffproduzenten, sei im großen Maßstab für die Vernichtung von Regenwäldern in Indonesien verantwortlich und verletze damit seine Verpflichtungen. Durch Hermes-Bürgschaften war der Bund zu einem der größten Gläubiger des Konzerns aufgestiegen. Nachdem sich APP 2001 für zahlungsunfähig erklärt hatte, verzichtete die Bundesregierung auf Teile der Forderungen und der Konzern stimmte im Gegenzug Umweltauflagen zu. Wie aus einem aktuellen Report des WWF und anderer NGOs hervorgeht, hat APP die Auflagen jedoch gebrochen. Es sei nun Aufgabe der Kanzlerin, deren Erfüllung einzufordern und zukünftige Bürgschaften für umweltschädliche Geschäfte auszuschließen.

„Abholzungen dürfen nicht mit Steuergeldern finanziert werden. APP hat auf Sumatra bereits mehr als zwei Millionen Hektar Regenwald zerstört – eine Fläche größer als Rheinland-Pfalz“, sagt WWF-Waldreferentin Susanne Gotthardt. „Ein einmaliges Naturparadies droht zu verschwinden und mit ihm seltene Arten wie Tiger und Orang-Utans.“

Nach Angaben des WWF konnte APP seine Produktion in den vergangenen Jahrzehnten auch durch rege Geschäftsbeziehungen zu deutschen Firmen erheblich steigern. Der deutsche Staat versicherte diese Geschäfte mit Hermes-Bürgschaften im Wert von rund 875 Millionen Euro, zum Beispiel für die Lieferung von Papiermaschinen. Mehr als 600 Millionen Euro wurden davon fällig, weil APP nicht zahlen konnte. Um das Unternehmen zu retten, stimmte die Bundesregierung einer Umschuldung zu.

„APP hat sich die Umschuldung mit der Zusage erkauft, seinen Holzbedarf ab 2007 ausschließlich aus nachhaltig bewirtschafteten Plantagen zu decken. Außerdem sollten einige besonders wertvolle Waldareale geschützt werden. Gegen beide Auflagen hat APP verstoßen“, so Gotthardt weiter. Wie aktuelle Satellitenbilder und Ortsbegehungen bewiesen, sei der Papierkonzern noch heute für die Rodung tropischer Urwälder verantwortlich. Bereits mehr als ein Drittel der laut Vertrag zu schützenden Flächen seien abgeholzt.

Report unter wwf.de/presse

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Johannes Zahnen, WWF Deutschland

Pulp Fiction – was hat der tropische Regenwald mit der Papierentscheidung zu tun?

Dass jede Papierentscheidung eine Nachhaltigkeitsentscheidung ist, dürfte mittlerweile klar sein. Doch welchen Einfluss hat die Papierentscheidung auf das Überleben des tropischen Regenwaldes? Welche Sicherheitsmaßnahmen können wir ergreifen um wirklich nachhaltige Papiere einzusetzen? Welche Papiere sind betroffen und was können Unternehmen tun?

 

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