Auch Greenpeace erhebt Vorwürfe gegen APP

Nach den Vorwürfen des Greenwashings durch “Eyes on the Forest” (Media Mundo berichtete), einer Koalition verschiedener Umweltorganisationen, hat nun gestern auch Greenpeace einen Bericht veröffentlicht, in dem weitere illegale Machenschaften des Papierherstellers Asia Pulp & Paper (SMG/APP) zu Tage kommen. 

Papierrolle

(c) snuff / photocase.com

Nicht nur, dass international agierende Großkonzerne wie Acer, Xerox und Danone Papier verwenden, für das in Indonesien die letzten Regenwälder gefällt werden, sondern es wurde auch mittels forensischer Untersuchungen am Thünen-Institut in Hamburg nachgewiesen, dass Raminholz zu Papier verarbeitet wird, obwohl es vom Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) geschützt ist. Auch das indonesische Recht verbietet den Handel mit Ramin.

Unternehmen tragen Verantwortung – kein Papier aus Tropenholz

Nach offiziellen Angaben exportiert APP seine Produkte in über 136 Länder und will allein die Kapazität der Papierfabrik auf Sumatra von zwei auf drei Millionen Tonnen in den nächsten Jahren erhöhen. Dabei ist die Liste der Umweltverbrechen von APP bereits jetzt lang: illegale Rodungen der Torfwaldregenwälder in Sumatra, riesige CO2-Emissionen durch Torfwaldtrockenlegung, Landkonflikte mit lokalen Gemeinden und die Zerstörung der Lebensräume zahlreicher Tierarten.

Greenpeace fordert ein sofortiges Einschlagsmoratorium in den letzten torfhaltigen Regenwäldern Indonesiens. Mehrere Unternehmen, zum Beispiel Unilever, Lego, Adidas, Metro oder Tchibo, haben ihre Verantwortung bereits wahrgenommen und ihre Zusammenarbeit mit APP beendet. Mit dem größten Regenwaldzerstörer Indonesiens dürfen keine Geschäfte gemacht werden, sagt Oliver Salge, Waldexperte bei Greenpeace.
Hier gelangen Sie zu vollständigen Bericht als PDF.

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